Sonntag, 17. Januar 2021

Niederrhein-Winterlandschaft

Der Niederrhein ist weder waldreich noch gibt es kalte, schneereiche Winter.

Man muss also auf seltene Gelegenheiten warten, um zumindest die vorhandenen Bäume in winterlicher Atmosphäre zu sehen und zu fotografieren.

Am Ufer findet man teils große Silber-Weiden und auf den flussnahen Wiesen stehen die für die Landschaft zu typischen Pappeln. Bei den Pappeln handelt es sich fast ausschließlich um Hybrid-Pappeln, Populus x canadensis, die vor allem in den 1950er und 1960er Jahre gepflanzt sind. Deshalb haben sie ein weitgehend ähnliches Erscheinungsbild und zeigen mittlerweile oft Alterungs- und Absterbeerscheinungen. Es gibt einzelne, die offenbar älter sind; und ganz selten gibt es noch echte Schwarz-Pappeln, die allerdings morphologisch kaum zu erkennen sind.

Bei Neupflanzungen werden allerdings mittlerweile Populus nigra aus gezielter Vermehrung gepflanzt.







Samstag, 16. Januar 2021

Quercus robur - grandiose Krone

Der kahle Baum zeigt eine wunderbar symmetrische breite Krone.
Natürlich muss ein Baum frei stehen, um eine derartige Form entwickeln zu können; aber dennoch ist es ein außergewöhnliches Exemplar.

 Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass es entweder ein vom Grund an zweistämmiges Exemplar ist, vermutlich handelt es sich allerdings um zwei Bäume, sehr nah beieinander, an der  Basis vielleicht schon miteinander verwachsen. Die beiden bilden also eine gemeinsame Krone; das tut dem eindrucksvollen Bild aber keinen Abbruch.

Gleichzeitig ist es beeindruckend, dass sich die beiden Bäume gleichermaßen bedrängen und ergänzen!






Sonntag, 3. Januar 2021

Silhouetten

Im Winter bei trübem Wetter braucht es schon besonderer Bäume, die es lohnt zu präsentieren.

Alternativ kann oder muss man sich eben mit dem beschäftigen, was die Natur aktuell bietet: das sind dann zum Beispiel die Silhouetten kahler Laubbäume. Die lassen sich auch mal attraktiv als Schwarzweiß-Bild darstellen; Farbe ist nicht immer notwendig. 











Mittwoch, 30. Dezember 2020

Kopfweiden - Salix alba

Kopfweiden sind typische Bäume alter Kulturlandschaften an Flüssen oder in den weiten Ebenen und Niederungen der großen Flusstäler. Sie sind durch den regelmäßigen Schnitt von Weidenruten entstanden, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt wurden. Durch das Abschneiden der ein- oder zweijährigen Triebe in immer der gleichen Höhe entsteht ein immer breiterer Kopf, aus dem immer wieder neue Triebe austreiben. Damit werden die Bäume im Laufe der Zeit charakteristische Elemente der Landschaft. 
Das Holz der Weiden ist nicht sehr hart oder langlebig, so dass viele ältere Kopfweiden hohl werden oder sogar auseinanderbrechen. Sie bieten auch Lebensraum für viele Tiere. Da sie an Bächen und Gräben stehen, sind die gleichzeitig ein Symbol für feuchte Lebensräume.
Viele alte Kopfweiden sind schon lange überaltert, werden noch aus Gründen des Naturschutzes gepflegt.
Es es schön zu sehen, dass im Zuge der Pflege der Landschaft aber auch neue Kopfweiden gepflanzt und gepflegt werden um die Lebensräume und das Bild der Landschaft zu erhalten!






Samstag, 28. November 2020

Viburnum x bodnantense - Bodnant-Schneeball

Der Bodnant-Schneeball - Viburnum bodnantense - ist eine Hybride. Ein Elternteil ist Viburnum farreri.

Die Ähnlichkeit ist ehr groß, doch bei genauer Betrachtung kann man die Unterschiede erkennen. Nach meinen Erfahrungen duftet Viburnum farreri stärker, die Blüten sind - auch schon in der Knospe - deutlicher weiß, während Viburnum x bodnantense kräftig rosa Blüten hat und auch die Blüten selbst immer noch einen schwach rosa Ton haben.

Sehr deutlich sind - bei genauer Betrachtung - auch die Unterschiede der Blätter: bei Viburnum x bodnantense mehr Blattnerven und weniger grob gezähnte Blätter, die auch etwas größer und breiter sein können.

Aber abgesehen von den Spitzfindigkeiten der Unterscheidung ist es natürlich einfach eine besondere Freude, einen winterblühenden Strauch zu sehen!

   













Sonntag, 15. November 2020

Viburnum farreri - Duft-Schneeball

Der Duft-Schneeball, Viburnum farreri, gehört zu den eher seltenen Winterblühern. Schon das macht ihn für die Gärten interessant. Seine Blüten sind weiß, in der Knospe schwach rosa. Er ähnelt stark dem Bodnant-Schneeball, Viburnum x bodnantense. Dessen Blüten sind deutlich kräftiger rosa-rot gefärbt, und die Blütenstände sind etwas kompakter. Dadurch ist er auch optisch im winterlichen Garten attraktiver. Bei genauem Vergleich unterscheiden sich auch die Blätter: sie besitzen bei Viburnum farreri weniger Seitennerven, und der Blattrand ist deutlich grober gezähnt!

Fast noch auffälliger ist aber ein anderes Merkmal: beide duften angenehm, aber Viburnum farreri macht einem Namen als Duft-Schneeball alle Ehre; sein Duft ist viel kräftiger! Der Strauch, den ich hier zeige, ist optisch unauffällig - aber ich hab ihn gerochen, bevor ich ihn gesehen habe!








Samstag, 14. November 2020

Ginkgo biloba - goldener Herbst

Der Ginkgo - Ginkgo biloba - ist im Herbst ein besondere attraktiver Baum: die Laubfärbung, ein leuchtende Goldgelb, um so schöner, wenn bei klarem Himmel die nachmittägliche Sonne den Baum beleuchtet!