Wie im letzten Beitrag zum Acer monspessulanum steht auch die heimische Felsenbirne, Amelanchier ovalis, vor allem auf trockenen, felsigen Standorten. Die Bilder stammen ebenfalls vom Rotenfels (an der Nahe), wo oben auf der höchsten Kuppe und in den steilen Felswänden praktisch keine Gehölze wachsen. Ein weiteres Gehölz dieses Standortes ist der Cotoneaster integerrimus, von dem ich aber keine aktuellen Bilder habe.
Beide Sträucher kennt man auch von den felsigen Standorten anderer Weinbaugebiete vor, zum Beispiel an der Ahr oder an der Mosel.
Diese Gehölze aus der Nähe zu fotografieren ist gar nicht ganz einfach, da sie teils so exponiert stehen, dass man sich ihnen besser nicht nähert.
Die Unterscheidung von anderen Amelancher-Arten ist am einfachsten hier am Naturstandort: da gibt es nur Amelanchier ovalis. Die schmaleren Blütenblätter, die kleineren Blätter, die stark behaarte Blattunterseite, Blattform und Blattrand im Detail sind zwar wichtige Merkmale, aber an einem weniger extremen Standort wird auch Amelanchier ovalis üppiger, so dass man schon genauer hinschauen muss.
Einfacher wird es wieder dadurch, dass Amelanchier ovalis in Gärten und Parks eigentlich nicht verwendet wird. Die gängige Art ist dort fast immer Amelanchier lamarckii. die Kupfer-Felsenbirne.
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